Die Architektur von Michael Szyszkowitz und Karla Kowalski, der, oft nicht zu Unrecht, ein Hang zum Spielerischen vorgehalten oder nachgesagt wird, hat in St. Ulrich im Greith einen atmosphärischen Ort gefunden, einen Platz in einem kulturell immer noch offenen, aufnahmebereiten und nicht übersättigten Land, in dem verschiedene Spiel- und Lesarten von Kultur noch möglich sind, in dem also eine scheinbare Beiläufigkeit einen hohen Grad an präziser Mitteilung erreichen kann. Das Haus zeigt in einer selbstverständlichen, aber auch virtuosen Art Nähe und Distanz zum Ort, Bodenhaftung und Verfremdung, Kompaktheit und Durchlässigkeit und ist, ohne besonders spektakulären Aufwand, eine gebaute Metapher heutiger Kulturvermittlung. (Friedrich Achleitner)