Wiederbelebung des Hauses, Wiederbelebung des Dorfes?
Vortrag und Diskussion
03Jun
Als begleitender Programmpunkt zur Ausstellung „Haus Hof Dorf“ lädt ORTE zu einem Vortragsabend ein, in dem weitere theoretische und praktische Lösungsmöglichkeiten vorgestellt werden, wie Raum für Wohnen und andere Nutzungen geschaffen werden kann, ohne dafür noch mehr Flächen zu versiegeln.
Julia Lindenthal, Kuratorin bei ORTE, und davor 15 Jahre lang in der angewandten Architektur- und Nachhaltigkeitsforschung tätig, wird über Möglichkeiten erzählen, die Einfamilienhäuser bieten, wenn sie mit kleinen Eingriffen zu multifunktionell nutzbaren Mehrpersonenhäusern umgebaut werden. Auch die Potenziale von Einfamilienhaus-Siedlungen sind enorm, wenn man nicht nur die Einzelgebäude betrachtet, sondern auch private und öffentliche Grün- und Freiräume, soziale Faktoren und die Mobilität mitberücksichtigt. Mit positiven Auswirkungen für den ganzen Ort.
Judith Leitner, Baukulturvermittlerin, Kuratorin und Universitätslektorin, behandelt in ihrem Vortrag Beispiele aus verschiedenen Projekten, die sich mit ländlichen Siedlungsstrukturen, ihren Hausformen und Freiräumen auseinandersetzen und Potenziale und Schwierigkeiten im Umgang mit dem Bestand sichtbar machen: Die Dokumentation „Geschichten von Häusern und Menschen“ zeigt Veränderung, Verschwinden und heutige Nutzung (ehemals) bäuerlicher Bauten im Südburgenland. Das Projekt „Anger ist nicht gleich Anger“ mit Studierenden der TU Wien erkundete strukturelle Unterschiede und Entwicklungsmöglichkeiten von Angerdörfern in der Grenzregion Waldviertel, Wienviertel, Südmähren.
Außerdem: Um 17:30 Uhr wird eine Führung durch die Ausstellung "Haus Hof Dorf. Wohnbau am Land _ Eine Anleitung" mit Kurator Nikolaus Gartner angeboten.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung unter https://forms.gle/FtXWAfKW5i3qaCua9 wird gebeten. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Veranstaltung Fotos gemacht und zum Zweck der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Dokumentation verwendet werden.
Die Ausstellung widmet sich der Frage, ob es zwischen dem Einfamilienhaus und dem Wohnblock passende Bau- und Wohnformen im Dorf gibt, die einem heutigen „Wohnen am Land“ gerecht werden. Es werden Projekte gezeigt, die beispielgebend für die weitere Entwicklung der Dörfer und Gemeinden in ganz Österreich sein könnten. Die Ausstellung wurde vom Architektur Raumburgenland konzipiert und wird nun von ORTE in Kooperation mit Wirtschaft Langenlois in Langenlois gezeigt.
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