Baden darf kein Luxus sein!
Badebande
Die Badebande setzt sich für ein inklusives Recht ein, Wasser im öffentlichen Raum aktiv zu nutzen. Als Common Good soll der gleichberechtigte Zugang zu sicheren und gesunden Wasserressourcen spürbar und erfahrbar werden. Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels wird es zunehmend notwendig, resiliente Lebensräume zu schaffen – dazu gehören auch zugängliche und niederschwellige Möglichkeiten zur Abkühlung für alle. Wasser im urbanen Raum muss daher als Ressource neu verhandelt werden.
Wasser in der Stadt ist mehr als Dekoration – es ist soziale Infrastruktur, politischer Raum und ein Gut, das kollektiv gestaltet werden muss. Die Badebande versteht Wasser im Stadtraum als Common Good und thematisiert infrastrukturelle Gerechtigkeit, die sowohl der Klimakrise als auch wachsenden sozialen Ungleichheiten begegnet.
Der Ausstellungsvorschlag verbindet eine mögliche Präsentation im Haus der Architektur (HDA) mit temporären Interventionen im öffentlichen Raum. Aktionen wie Brunnenbaden könnten dabei als performative Praxis eingesetzt werden, um neue Narrative rund um das Recht auf Abkühlung und zugängliche Stadträume zu entwickeln.
Im Zentrum steht das Manifest „Das Recht zu baden“, das urbane Hitze als Verteilungskonflikt begreift und Wasser als Mittel sozialräumlicher Resilienz positioniert. Vorgesehen ist eine Ausstellung mit künstlerischen, gestalterischen und aktivistischen Arbeiten – darunter Plakate, Texte, Objekte und Installationen – die gemeinsam eine Diskurslandschaft zur Zukunft urbaner Wasserinfrastrukturen eröffnen.
Der Vorschlag versteht sich als Einladung zur kollektiven Aushandlung von Teilhabe, Klimaanpassung und Ressourcengerechtigkeit und denkt das Zusammenspiel von Institution und öffentlichem Raum als möglichen Rahmen für Austausch und Experimente.
Projektbeteiligte:
Alice Steiner, Lea Schuiki, Luise Höggerl
