Chancen(un)gleichheit in der Architektur - stop the drop-out
Anna Firak, Judith Kinzl, Silvester Kreil, Marina Resch und Theresa Reisenhofer von zkmb Kernteam
Das Vorhaben hat zum Ziel, das Bewusstsein für Chancengleichheit in der Architekturbranche und darüber hinaus zu fördern. Durch innovative Kommunikationsformate und eine zielgruppenspezifische Ansprache wird ein breiter gesellschaftlicher Diskurs angestoßen, um zentrale Themen der Gleichstellung aktiv in den Fokus zu rücken und nachhaltige Veränderungen anzuregen.
Das Thema Drop-out in der Architektur wird bisher von Unwissenheit auf vielen Ebenen geprägt. Durch ein plakatives Framing soll ein breites Bewusstsein geschaffen werden und Veränderungen in den unterschiedlichsten Positionen, von den Architekturschulen bis zu
den Architekturbüros und Dienstleistungsbüros anderer Branchen, vorantreiben. "Framing" bezieht sich auf die Art und Weise, wie Informationen präsentiert werden, um die Wahrnehmung und Interpretation eines Themas zu beeinflussen. In unserem Kontext umfasst "Framing" die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie, die darauf abzielt, die Ergebnisse unserer Studie zur Chancengleichheit in der Architektur sichtbar zu machen und das Bewusstsein für bestehende Diskriminierungen nachhaltig zu schärfen.
Hierfür wenden wir eine doppelte Strategie an. Zunächst wird eine klassische Kampagne auf Social-Media-Kanälen und in verschiedenen Printformaten entwickelt, um die Zielgruppe anzusprechen und das Bewusstsein für die Herausforderungen und Lösungen zu fördern. Parallel dazu möchten wir neue Vermittlungsansätze erforschen: Mit einem breiten Spektrum an Formaten soll untersucht werden, welche neuen (räumlichen) Formen und kreativen Ansätze der (Architektur-)Narration und Präsentation benötigt werden, um solchen Studien und ihren Ergebnissen innerhalb und außerhalb der Architekturpraxis genügend Aufmerksamkeit, Relevanz und Durchschlagskraft zu geben. In der Distribution und Kommunikation der Studienergebnisse und den daraus ableitbaren Lösungsansätzen soll es Raum für die Entwicklung kollektiver und experimenteller Vermittlungsansätze geben. Der Austausch zwischen der breiten Öffentlichkeit, Interessierten und Verantwortungsträger*innen soll von Beginn an und während des gesamten Kampagnenzeitraumes erfolgen. Bewährte Diskussionsformate wie Vorträge, Podiumsdiskussionen etc. sollen mit neuen Varianten und Ansätzen ergänzt und kombiniert werden. Hierfür bietet das Konzept eines Symposiums mit Workshop einen idealen Raum um sich gegenseitig auszutauschen und gemeinschaftlich an Lösungen und Strategien zu arbeiten.
Symposium
Thema: Herausforderungen und Chancen von Gleichberechtigung, Thematisierung des Status Quo und Vorstellung von alternativen Wegen in der Architekturpraxis
Ziel: Bewusstseinsschärfung und Anregung des Diskurses
Im Diskussionsformat werden Fachleute, Akademiker*innen und Praktiker*innen der Architektur und der Kreativwirtschaft in zwei Panels in einer Podiumsdiskussion mit anschließender offener Diskussion über Herausforderungen und Chancen und die noch lange nicht gelebte Gleichberechtigung aller Gruppen in der Architektur- und Kreativbranche diskutieren. Mit interdisziplinären Speakern sollen die Feminisierung der Kreativwirtschaft, die Auswirkung von Homogenität in der Führungsebene sowie (anhand von Good Practice Beispielen) Perspektiven für spürbare Veränderungen diskutiert werden.
Workshop zur Strategieentwicklung
Thema: Praxisnahe Lösungsansätze und Strategien
Ziel: Entwicklung/Erarbeitung persönlich anwendbarer Strategien
In diesem Workshop werden praktische und praxisnahe Methoden zur Förderung von Chancengleichheit erarbeitet. Teilnehmende werden ausgehend von den Ergebnisse der Studie und ihren persönlichen Erfahrungen in Gruppenarbeit Strategien entwickeln. Expert*innen werden als Moderatoren fungieren, um die Diskussion zu leiten und den Teilnehmenden zu helfen, innovative Ansätze zu finden, die in ihren eigenen praktischen Kontexten anwendbar sind. Der Schwerpunkt liegt auf umsetzbaren Lösungen, um die Gleichstellung in Architektur-
und anderen kreativen Berufen mit vergleichbaren Unternehmensrealitäten nachhaltig zu fördern.
