(un)learning, (un)doing, (un)building Architecture?
Marlene Wagner, build collective
Eine dreiteilige Workshop-Reihe lädt Teilnehmer*innen aus unterschiedlichen Kontexten ein, um – mit Architekturen von Ausbildung, Beruf und Diskurs – Versuchsanordnungen des (un)learning, (un)doing, (un)building zu erproben.
Architektur wird dabei zum hoffnungsvollen Verb – zu einem Raum fortlaufender Aushandlung, des Widerstands und der Transformation. Nicht nur nachhaltig, sondern radikal, relational, verantwortungsvoll und auf das Planetarische eingestimmt.
Mit den leitenden Fragen der Workshop-Reihe: (un)learning Architecture? – einen Fokus auf postkolonialen akademischen Kontext und Formen des Wissen. Die Frage (un)doing Architecture? – denkt mit feministischen Dimensionen auf Performance und Handlungsmacht im Berufsfeld. Mit der Frage des (un)building Architecture? – wird den Verflechtungen zwischen Kultur, Kunst, Handwerk, Tradi5on und Moderne nachgespürt.
Architektur als Disziplin und Beruf ist 5ef in imperiale Systeme der Ausbeutung, Hierarchie und des Ausschlusses eingebe\et. Doch in ihren Praktiken liegen auch Potenziale für Transformation – wenn wir erlernte Formen von Gewalt verlernen, disziplinäre Autoritäten hinterfragen normative und hegemoniale Raum, Körper und Objekt Konstellationen.
Im Zentrum stehen Theorie in Aktion und die kollektiven Erfahrung des Wiederaufbauens, Zurück, Um- und Abbauens. Gemeinsam entwickeln wir Ressourcen, Architektur als eine Praxis des Wissens, Werdens und Gestaltens anders zu denken. Körper, Raum, Theorie und affektive Pädagogik dienen dabei Liebe, Solidarität und Freude als Bedingungen für kritisches Engagement und kollektive Transformation zu verstehen.
Architektur wird dadurch nicht mehr als Substantiv, sondern als Verb gedacht: als fortlaufende Probe gerechter, relationaler und planetarer Zukünfte. Teilnehmer*innen erproben Handlungsspielräume um neue Praxisgemeinschaften zu imaginieren, die sich an Beziehung, Verantwortung und kollektivem Werden orientieren. Nicht als neue Methode, sondern als Einladung zum fortwährenden Umdenken.
