Unfug
Anna Weberberger, Johannes Klever
Die Gruppenausstellung „Unfug“ versammelt Kunstscha ende, die den öffentlichen Raum als Material und Bühne begreifen. Von performativen Eingriffen in die öffentliche Ordnung bis hin zur Umgestaltung und physischen Manipulation von Infrastrukturen entstehen freiwillig und ohne Genehmigung geschaffene Kunstwerke für die Öffentlichkeit. Diese werfen Fragen des Miteinanders und Mitgestaltens in einer von Anpassung geprägten Umwelt auf.
Plakatieren verboten, Achtung! Baustelle, Betreten nicht erlaubt. Normen, Regeln und Verordnungen bestimmen unseren Alltag. Sie machen ihn sicher, entziehen uns aber auch Verantwortung und Handlungsfähigkeit. Frei nach dem Motto „Kunst darf alles“ mischen sich Künstler*innen in ihre Umgebung ein. Ob Stadtmöbel, Verkehrsmittel, Bäume, Fassaden, Passant*innen — sie rearrangieren, manipulieren, paraphrasieren und sabotieren Elemente urbaner Infrastruktur. Ihre unbekümmerten Eingriffe in den gebauten Raum werfen Fragen des Sozialen auf und schaffen neu Relationen zwischen Gesellschaft und Umwelt.
Die Gruppenausstellung „Unfug“ lädt lokale und internationale Künstler*innen ein, ihre inoffzielle Kunst im öffentlichen Raum offziell einem Publikum zu zeigen. Ob Dokumentationsmaterial, Werksübersetzungen oder Aktionen, die während der Ausstellungsdauer in Graz stattfinden — es wird Unfug getrieben!
Zu den Einreichenden:
Anna Weberberger (*1995) kommt aus Linz, AT, und macht ortsbezogene Kunst. Ihre Interventionen verwandeln das All tägliche in situative Räume für augenzwinkernde Reflexion, Interaktion, Konsum und Kritik.
Johannes Klever (*1983) lebt und arbeitet in Berlin, DE. Er tritt sowohl in großen Kunstinstitutionen als auch in anderen öffentlichen Räumen auf und dokumentiert seine Aktionen unbemerkt mit Fotografie und Video.
