Die Open Workshops im Haus der Architektur laden Besucher:innen dazu ein, selbst Exponate für die wachsende Ausstellung „Stadtabdrücke – Landabläufe“ anzufertigen. In einer offenen Labor- und Werkstattsituation können Interessierte ohne Voranmeldung vorbeikommen und mit Mitgliedern des Kollektivs circa. ins Gespräch kommen.
Das Kollektiv circa. richtet seinen Blick auf jene oft übersehenen Räume der Stadt – Übergänge, Restflächen und Orte des Alltäglichen. Diese „infraordinären“ Umgebungen prägen unsere räumlichen Erfahrungen leise, aber nachhaltig. Die künstlerische Auseinandersetzung mit ihnen macht ihren Wert sichtbar und schafft eine Grundlage für Pflege, Weiterdenken und Bewahrung.
Ausgangspunkt der Workshops ist die Dokumentation von sechs ausgewählten Orten in Graz. Studierende des Instituts für Gebäudelehre (TU Graz) erstellen im Rahmen der Lehrveranstaltung „AK Transformation“ einen Atlas der Erinnerungen, der historische Darstellungen, Pläne und Erzählungen zu diesen Schauplätzen versammelt.
In einem zweiwöchigen Werkstattbetrieb werden diese urbanen Situationen gemeinsam mit den Studierenden künstlerisch abstrahiert und in „Stadtabdrücke“ übersetzt – materielle Artefakte, die Raum und Oberfläche der Stadt einfangen. Mittels Sieb- und Prägedruck entstehen in der HDA‑Werkstatt individuelle Abdrücke dieser Orte.
An zwei offenen Workshoptagen können die Besucher:innen selbst aktiv werden, die Techniken ausprobieren und eigene Stadtabdrücke gestalten. So entsteht ein Raum zwischen Abdruck, Archiv und Ausstellung, in dem Stadt erinnert, gelesen und weitergedacht wird.
Wann: 10./11. Juni und 17./18 Juni, 11:00 bis 17:00 Uhr
Zwei Architekturkollektive – asphalt und circa. – transformieren das HDA in ein offenes Labor. Zwischen Dokumentation, Archiv und räumlicher Inszenierung entsteht ein gemeinsamer Denk- und Diskursraum, der ihr Interesse am Umgang mit dem Bestand sowie an der Etablierung einer neuen Erhaltungskultur sichtbar macht. Ausgehend von präzisen Feldrecherchen zu Routinen, Materialflüssen, Spuren und Infrastrukturen eröffnen sie zwei sich ergänzende Perspektiven auf neue Narrative des (Um-)Bauens in Stadt und Land. Die Ansätze und Arbeitsweisen beider Kollektive werden im HDA zusammengeführt und unmittelbar lesbar gemacht. Ein vielschichtiges Begleitprogramm aus Gesprächen, einem Symposium und Workshops mit Studierenden – beginnend im Rahmen der Architekturtage 2026 – vertieft diese Perspektiven, entwickelt sie weiter und trägt sie im gemeinsamen Diskurs in die Öffentlichkeit. KICK OFF: Samstag, 30. Mai, 18 Uhr
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